Die „Loretta Bar“ in der Müllerstraße ist um eine Ladenfläche größer geworden. Sie hat nun auch länger geöffnet und ist eine echte Bar. Tagsüber ändert sich nichts, abends gibt es Cocktails.

Eigentlich war es eine Schnapsidee. Ein kleiner Gag für Film-Nostalgiker und Stammgäste. Hat ja auch keiner ahnen können, dass die Bud-Spencer-Bohnenpfanne (für 7,80 Euro) so schnell so gut ankommt, dass dem Koch schon bald die Kochlöffel und Pfannen ausgehen.

Doch der Reihe nach. Acht Jahre lang war die „Loretta Bar“ ein kleines, charmantes Tagescafé auf der Tanzmeile, die den Namen Müllerstraße trägt. Nun haben die Betreiber, Kristijan Krolo, Florian Rath und Christian Polaschek, die Ladenfläche nebenan zusätzlich angemietet, eine Wand durchbrochen und ihre Kapazität damit auf 40 Sitzplätze verdoppelt. Abends passen auch 100 Gäste und mehr rein – womit wir bei den Veränderungen wären.

Seit ihrer Wiedereröffnung Ende August ist die Loretta nicht mehr nur ein Café, sondern eine echte Bar, die unter der Woche bis 1 Uhr, freitags und samstags bis 3 Uhr geöffnet hat. „Tagsüber bleibt aber alles wie gehabt“, sagt Krolo.

Und das heißt: Mittags wie abends stehen ein bis zwei Suppen auf dem Speiseplan, ein Salat, vielleicht auch mal eine Pasta, die Portion ab fünf bis sieben Euro. Wer auf Panini steht, findet hier eine breite Auswahl (je 4,80 Euro). Nachmittags sitzt man bei einem Milchkaffee für 3,10 Euro zusammen, dazu gibt es ein Stück vom Käsekuchen oder von der Schokotarte (für 3,40 Euro). Und am Wochenende wird bis 16 Uhr gefrühstückt.

Neu sind einige Cocktails, darunter Klassiker und ein paar eigene Kreationen wie den „Rhubarb Jive“ mit Gin, Rhabarbersirup, Erdbeeren, Zitronenthymian, Zuckersirup und Zitronensaft für 9 Euro. Weintrinker können aus über 80 edlen Tropfen auswählen.

Was die Bar nun aber zu dem macht, was Krolo „nicht zu gehoben, nicht zu alternativ“ nennt, ist nicht das komplette Angebot. Es sind die Details. Der verlebte 60er-Jahre-Gussasphalt etwa oder die alte Werkbank hinter dem Tresen. Der Tresen selbst, der niedriger ist als anderswo, damit man darauf essen kann. Die steinalten Barhocker, der eiserne Weinkäfig. Die Apothekergläschen, in denen der Magenbitter serviert wird.

Oder die Bud-Spencer-Pfanne. In alten Filmen sieht man den Star und seinen Partner Terence Hill immer wieder den Inhalt einer Bohnenpfanne verdrücken. In der Loretta Bar haben sie die in den letzten Wochen nachgekocht. Und waren damit einfach zu erfolgreich. Nun kriegt Lätzchen und Holzlöffel nur noch, wer die Pfanne vorbestellt.


Müllerstraße 50, Mo. bis Do 8 – 1 Uhr, Fr. und Sa. 9 – 3 Uhr, So. 10 – 20 Uhr, Tel. 23077370, www.loretta-bar.de